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22.09.2006

Pressemitteilung

- Bundesverband Autismus Deutschland: Andere Therapieformen favorisieren -

- 10 Mio. Euro für die “Lagune” verhinderen Therapie für 8.000 ! Kinder -

- Delfinbefreier: Entschieden gegen den Bau der sog. “Lagune” -

Als sich im Jahr 1998 die Initiative Die Delfinbefreier formierte, stand das Nürnberger Delfinarium mehr denn je im Kreuzfeuer der Kritik. Um die drohende Schließung abzuwenden, wurde das Argument vorgeschoben, mittels Delfintherapie kranken, behinderten Kindern helfen zu können, so sollte der Erhalt dieser Einrichtung legitimiert werden.

Weiterhin wird suggeriert, dass dringend ein Außenbecken, die sogenannte “Lagune” benötigt wird, um diese Therapieform durchführen zu können. Der Bau würde allerdings zehn Millionen Euro kosten, ein Betrag, den Hilfsorganisationen, die wirklich am Wohl der Kinder interessiert sind, dringend benötigen, mit diesem Geld könnten bahnbrechende Erfolge erzielt werden.

Mit diesen 10 Millionen Euro, die in den Ausbau des Delfinariums gesteckt werden sollen, wäre es möglich 8.000 hochgradig kontaktgestörte Kinder ein ganzes Jahr lang anderweitig zu therapieren. Dies geht aus einer Stellungnahme einer führenden Kinderhilfsorganisation hervor.

Kritische Stimmen gegenüber der Therapie mit Delfinen gibt es viele, doch werden sie auf Grund der Werbekampagnen der Delfinariumindustrie kaum zur Kenntnis genommen.

Viele Organisationen, die Erfahrung mit autistischen Kindern haben und sich täglich mit ihnen beschäftigen, lehnen die Therapie mit Delfinen ab.

So spricht sich auch Maria Kaminski, Präsidentin des Bundesverbandes Autismus Deutschland gegen diese Therapieform aus: “Ich favorisiere andere Therapieformen, deren Wirkung bereits seit langer Zeit wissenschaftlich sehr gut bewiesen ist und die zudem weitaus günstiger angeboten werden. Schon alleine der Kostenfaktor spricht eindeutig gegen die Delfintherapie, die oftmals mehrere Tausend Euro verschlingt und die Eltern behinderter Kinder in Existenznöte bringen kann. Nicht zu vergessen ist auch, dass Delfine Wildtiere sind, die in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können.”

Kontakt: Maria Kaminski, Präsidentin des Bundesverbandes Autismus Deutschland,
Tel.: 0541/12 39 37, Fax: 0541/ 12 58 17, e-mail: info@autismus.de
heute erreichbar ab 18.00 Uhr

Interessant ist auch, dass dieser führende Verband, nebst wissenschaftlichem Beirat, bestehend aus seriösen Ärzten und Professoren, niemals weder von Seiten des Zoos noch der Universität Würzburg über dieses Projekt informiert wurde.

Ansprechpartnerin:
Kerstin Flagge, Telefon 01 63 / 7 46 50 91

 

 
 
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