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12.09.2006
Pressemitteilung
- Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
-
- Wahlprüfstein zum geplanten Delfinarium
auf Rügen -
- Parteiübergreifend starke Vorbehalte
gegenüber DelphiMar -
Da der Schutz der Tiere als Staatsziel im
Grundgesetz verankert ist und auch in Mecklenburg-Vorpommern
Verfassungsrang genießt, erhält er als politische Aufgabe
eine wesentliche Bedeutung. Aus diesem Grund hat die Tierrechtsinitiative
Die Delfinbefreier vor der anstehenden
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern PolitikerInnen nach
ihrem Standpunkt zum geplanten Bau eines Delfinariums auf
der Ostseeinsel Rügen befragt. Hierbei stellte sich heraus,
dass parteiübergreifend starke Vorbehalte gegenüber dem geplanten
Projekt bestehen; in den Antwortschreiben sprechen sich rund
95% der PolitikerInnen gegen das Delfinarium aus.
Die Statements sind auf unserer Homepage www.die-delfinbefreier.de
veröffentlicht.
Hier einige Zitate aus den Antwortschreiben:
Bündnis 90 / Die Grünen
Kerstin Felgner, Direktkandidatin Wahlkreis 15, Listenplatz
7: Ich finde es geradezu empörend, dass man die Problematik
der Delfinarien heute immer noch ignoriert. Delfine in Gefangenschaft
zu halten ist höchst bedenklich, da ihnen in den üblichen
viel zu kleinen Becken keine natürlichen Haltungsbedingungen
geboten werden können (Tauchtiefe, zurückgelegte Strecken,
große Gruppen – Delfinschulen). Wem diese Fakten bekannt sind,
der kann auch unter dem Aspekt der Delfintherapie, die ebenso
umstritten ist, die Haltung nur ablehnen.
Ulrike Berger, KV Greifswald-Peenland, Listenplatz 15 zur
Landtagswahl M-V: “Ich lehne den Bau eines Delfinariums auf
Rügen ausdrücklich ab. Unabhängig davon, dass ich finde, dass
niemand nach Rügen fährt, um sich eingesperrte Delfine anzuschauen
(die Insel hat einiges Wertvolleres zu bieten), ist diese
Art der “Tierhaltung” verantwortungslos.”
Sabine Dallmeier-Peschke, Sprecherin KV, Kreistagsabgeordnete
Nordwestmecklenburg, Direktkandidatin Wahlkreis 27: “Ich lehne
den Bau derartiger Anlagen ab... Falls für eine derartige
Anlage sogar Fördergelder des Landes Mecklenburg-Vorpommern
bereit gestellt werden sollen oder andere öffentliche Mittel
dafür eingeplant sein sollten, würde ich mich vehement dafür
einsetzen, dass diese Mittel nicht für dieses Projekt freigegeben
werden.”
SPD
SPD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Krüger: “Dem
Grunde nach lehnen wir das Anliegen ab, auf Rügen ein Delfinarium
zu errichten. Wir erachten einersteits die Möglichkeit der
Artgerechten Haltung nicht gegeben. ... Zudem bezweifeln wir
die Möglichkeit, eine solche Anlage wirschaftlich zu betreiben.”
Dr. Till Backhaus, Minister für Ernährung, Landwirtschaft,
Forsten und Fischerei: “Trotz durchaus anerkennungswerter
Verbesserungen der Haltungsbedingungen in den letzten Jahren
muss davon ausgegangen werden, dass diese hoch entwickelten
und sensiblen Tiere unter der beengten und äußerst reizarmen
Haltung leiden. Aus diesem Grund sind der Bau eines Delfinariums
und die Haltung von Delfinen zu therapeutischen Zwecken aus
der Sicht des Tierschutzes kritisch anzusehen, da nach heutiger
Auffassung eine artgerechte Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft,
auch bei Einhaltung aller Parameter des Säugetiergutachtens
des BMVEL, nicht möglich ist. ... Eine Befragung meines Tierschutzbeirates
hat ergeben, dass sich die Mitglieder aufgrund tierschutzrechtlicher
Bedenken gegen den Bau eines solchen Delfinariums positionieren.
... Aus diesen Gründen scheint es mir angebracht, die Absicht
des Baus dieses Delfinariums noch einmal zu überdenken.
CDU
Günther Rühls, Wahlkreis Neubrandenburg I: “Sollte ich diesbezüglich
eine Entscheidungsbefugnis erhalten, werde ich in Verantwortung
für Mensch und Tier handeln. Aus heutiger Neubrandenburger
Sicht würde ich das Projekt ablehnen.”
WASG Karsten Dörre, WASG-Landesvorstand M-V, Spitzenkandidat
zur Landtagswahl: “Das geplante Delfinarium in Glowe ist ein
reines Wirtschaftsunternehmen. ... Um den kommerziellen Anschein
des Delfinariums zu verschleiern (Wellness und Delfinvorführungen),
wird eine “Delfintherapie” in die Öffentlichkeit gestreut,
die behinderten oder lernschwachen Kindern helfen soll. Interssant
ist an dieser “Delfintherapie”, dass sie nur für Kinder angeboten
wird und nicht für Erwachsene.”
Franziska von Weber, Wahlkreis 7, Rostock IV: “Dieses Delfinarium
wird niemanden nützen. Nicht der Popularität der Insel Rügen
und schon gar nicht den Delfinen. ... Mit Tierquälerei Touristen
anlocken zu wollen, erscheint mir sehr makaber. Da kann man
ja auch in ein Museum gehen, wo mittelalterliche Folterinstrumente
am lebenden Objekt vorgeführt werden.
Heike Hörig, Landtagskandidatin, Landesliste Platz 4 und Direktkandidatin
Wahlkreis Rostock I: “Profitinteressen Einzelner sollen hier
wieder einmal über den artgerechten Umgang mit anderen Lebewesen
gestellt werden. Eine artgerechte Haltung dieser hochintelligenten
Lebewesen zur kommerziellen Zurschaustellung, und hier zudem
noch motiviert aus egoistischen Profitinteressen Einzelner,
ist aufs Schärfste zu verurteilen und somit unter keinen Umständen
zu befürworten.”
WASG
Karsten Dörre, WASG-Landesvorstand M-V, Spitzenkandidat zur
Landtagswahl: “Das geplante Delfinarium in Glowe ist ein reines
Wirtschaftsunternehmen. ... Um den kommerziellen Anschein
des Delfinariums zu verschleiern (Wellness und Delfinvorführungen),
wird eine “Delfintherapie” in die Öffentlichkeit gestreut,
die behinderten oder lernschwachen Kindern helfen soll. Interssant
ist an dieser “Delfintherapie”, dass sie nur für Kinder angeboten
wird und nicht für Erwachsene.”
Franziska von Weber, Wahlkreis 7, Rostock IV: “Dieses Delfinarium
wird niemanden nützen. Nicht der Popularität der Insel Rügen
und schon gar nicht den Delfinen. ... Mit Tierquälerei Touristen
anlocken zu wollen, erscheint mir sehr makaber. Da kann man
ja auch in ein Museum gehen, wo mittelalterliche Folterinstrumente
am lebenden Objekt vorgeführt werden.
Heike Hörig, Landtagskandidatin, Landesliste Platz 4 und Direktkandidatin
Wahlkreis Rostock I: “Profitinteressen Einzelner sollen hier
wieder einmal über den artgerechten Umgang mit anderen Lebewesen
gestellt werden. Eine artgerechte Haltung dieser hochintelligenten
Lebewesen zur kommerziellen Zurschaustellung, und hier zudem
noch motiviert aus egoistischen Profitinteressen Einzelner,
ist aufs Schärfste zu verurteilen und somit unter keinen Umständen
zu befürworten.”
Ansprechpartnerin: Kerstin Flagge, Telefon 01
63 / 7 46 50 91
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