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06.07.2007
Pressemitteilung
34. Todesfall und damit der sechste tote Delfin in einem Jahr
im Nürnberger Delfinarium
- Andreas Morlok ist gestartet -
- Barfußmarsch für die Freiheit der Delfine
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RADOLFZELL, 06.07.2007 - Der Delfin- und Walschützer
Andreas Morlok hat seine Ankündigung wahrgemacht und ist zu
einem 500 Kilometer langen mehrwöchigen Barfußmarsch gegen
die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft aufgebrochen.
Mit einem Delfin-Sarg-Anhänger wird Morlok von seiner Heimatstadt
Radolfzell am Bodensee bis nach Nürnberg marschieren. Der
41-jährige Unternehmensberater und Buchautor möchte ein Zeichen
setzen und auf die Probleme der Delfinhaltung aufmerksam machen.
Ziel des Aktivisten ist es, die restlichen vier (Nürnberg,
Soltau, Duisburg und Münster) von ehemals neun Delfinarien
in Deutschland zu schließen. Dazu hat er ein Aktionsbündnis
ins Leben gerufen und nach seiner Aussage, „die größte Kampagne
gegen die Delfinarien" gestartet.
„Mit meinem Barfuß-Marsch möchten wir Aufmerksamkeit in der
Öffentlichkeit erregen und die Bevölkerung für die Problematik
- Delfinarien - sensibilisieren. Der Protest gegen das Delfinarium
in Nürnberg steht stellvertretend für alle Delfinarien, in
denen Meeressäuger gefangen gehalten und für kommerzielle
Ziele ausgebeutet werden. Am Beispiel des Nürnberger Delfinariums
ist nur zu deutlich zu sehen, dass die Gefangenschaft der
Delfine mit unvorstellbarem Leid verbunden ist. Alleine die
Statistik der durch Krankheiten, Unfälle und Totgeburten frühzeitig
ums Leben gekommenen Tiere spricht eine deutliche Sprache.
Das Programm der Nachzucht ist gescheitert. Von 21 Nachzuchten
sind bereits 17 gestorben, die meisten kurz nach der Geburt.
Die Delfintherapie ist nicht erfolgvesprechend, teuer und
nirgendwo als langfristige Methode zur Heilung von behinderten
Kindern anerkannt. Die Bundestagsfraktion der Grünen kommt,
nach einer kürzlich in Berlin stattgefundenen Fachtagung,
zu dem Ergebnis, dass Bund und Länder Alternativen zur Delfintherapie
fördern müssen und dass der Neu- und Ausbau von Delfinarien
und die Einfuhr von Delfinen untersagt werden muss, bis erwiesen
ist, dass keine andere Therapie die Delfintherapie ersetzen
kann.
Diese Art der Zurschaustellung für die Unterhaltung des
Menschen ist Tierquälerei und kann und darf nirgendwo mehr
eine Legitimation finden. Die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft
ist zudem nicht artgerecht. Es gibt Delfine, die in Gefangenschaft
Selbstmord verübt haben, weil sie in der Tristesse ihres stumpfsinnigen
und monotonem Lebens in den kleinen Betonschüsseln ihren Lebenswillen
verloren haben. Sie öffnen ihr Luftloch und ertrinken oder
rammen ihre Schädel gegen eine Betonwand. Delfine gehören
ins Meer (sie heißen nicht ohne Grund Meeressäuger) und dürfen
nicht zur Belustigung und für kommerzielle Ziele in trostlosen
Betonschüsseln ausgebeutet werden. Die Delfinarien sind längst
nicht mehr zeitgemäß und die Anlagen in Deutschland müssen
für immer geschlossen werden. Die meisten Freizeitparks und
Zoos in Europa verzichten mittlerweile auf die Haltung von
Delfinen, weil sie erkannt haben, dass Delfine für die Haltung
in solchen Gefängnissen nicht geeignet sind. In England wurden
bereits alle der über 30 Einrichtungen geschlossen.
In Nürnberg scheinen die Verantwortlichen von dieser Einsicht
wohl noch weit entfernt zu sein. Anstatt das Delfinarium zu
schließen, ist der Ausbau dieser schon längst im Kreuzfeuer
der Kritik stehenden Anlage geplant. Mindestens 17 Millionen
€ für ein Prestigeprojekt auszugeben ist keine Haltungsverbesserung
für die Delfine, sondern eher ein in den Sand gesetztes persönliches
Denkmal einzelner Personen.
Sollte dieses Außenbecken wirklich gebaut werden, ist davon
auszugehen, dass, wie auch in der Vergangenheit oft geschehen,
wieder weitere Wildfänge nach Nürnberg gebracht werden, die
über Umwege eingeführt werden. Auch wenn die Tiere über andere
Anlagen kommen und rechtlich gesehen nicht mehr als Wildfänge
bezeichnet werden, sind es dennoch Tiere, die aus Delfinfamilien
in der freien Natur entrissen wurden.
"Nürnberg trägt eine schwere Verantwortung und ist mit seinem
Delfinarium und dessen großem "Tierverbrauch" an der Ausplünderung
und Zerstörung des marinen Ökosystems direkt beteiligt," so
die Meinung des Aktivisten.
Alle Informationen zu dieser Aktion sind im Internet erhältlich:
www.walschutzaktionen.de oder www.die-delfinbefreier.de
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Für Interviews stehen wir gerne zur Verfügung.
www.walschutzaktionen.de
Kontakt: Andreas Morlok, Tel. 0173 43 585 96
www.die-delfinbefreier.de
Kontakt: Kerstin Flagge, Tel./Fax: 09 11 / 73 609 73
info@die-delfinbefreier.de
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